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Das Entwickeln und Vertreiben von Finanzsoftware ist nichts für Feiglinge. Denn der Appetit von Hackern ist beträchtlich. Der mammut soft computing ag ist der Schritt auf die sichere Seite gelungen.

Text: Anton Neuenschwander, Bilder: Michael Meier, 25. April 2018

Die mammut soft computing ag ist eine führende Herstellerin von international multibankfähigen Softwarelösungen für E-Banking und Cash-Management. Ihr Gründer und Geschäftsführer Iwan Vogel hat in den 25 Jahren seiner Tätigkeit schon viel erlebt. Deshalb war er zuerst skeptisch, als ein Swisscom Berater ihm vorschlug, seine Softwareprodukte in der Cloud zu betreiben. «Für viele IT-Verantwortliche galt in der Vergangenheit das Halten der Daten in eigener Umgebung schon fast als eine heilige Pflicht!», begründet er seine damaligen Vorbehalte.

Sicherheitslücken, ISO 20022-Migration: Was tun?

Im 2017 wird die Business Banking Software-Branche vor grosse Herausforderungen gestellt. Zwecks Harmonisierung des Schweizer Zahlungsverkehrs benötigt jeder Kunde ein Update, welches den ISO 20022-Standard adaptiert. Zu erledigen bis Sommer 2018. Damit nicht genug: Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung des Bundes (MELANI) warnt eindringlich vor zunehmenden Angriffen aus der grossen wilden Welt der Hacker. Besonders exponiert sind die Umgebungen von Zahlungsverkehrs-Systemen. Klafft in ihnen auch nur die kleinste Sicherheitslücke, öffnet sich die Tür weit für Eindringlinge mit kriminellen Absichten.

«Lokal installiert und ungepflegt ist viel gefährlicher als eine seriöse Cloud-Lösung.»

Iwan Vogel ist nachdenklich. Die Parkplätze vor seiner Firma sind leer: Sämtliche Supporter sind bei den Kunden, um deren Systeme vor Ort mit Updates aufzurüsten. «Allmählich habe ich begonnen, ein über die Jahre gepflegtes Mantra in Frage zu stellen. Es lautet ‘Lokal installiert = sicher – Cloud = gefährlich’. Ich habe mich tiefer mit dem Cloud-Ansatz von Swisscom auseinandergesetzt, verschiedene Angebote gründlich analysiert, nochmals mit den Swisscom Spezialisten gesprochen … Schliesslich hat sich ein neuer Leitsatz herausgeschält: ‘Lokal installiert und ungepflegt ist viel gefährlicher als eine seriöse Cloud-Lösung’!» Ungepflegt? Das komme leider zu oft vor, erzählt Vogel. In etlichen Unternehmen fehlten die Zeit, das Know-how, die Ressourcen oder alles zusammen, um die eigene IT-Umgebung fit und sicher zu halten. Daraus entständen erhebliche Risiken, denen auch eine qualitativ hochstehende Software nicht immer gewachsen sei.

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